Nach dem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald lud die Klasse HR10B von Frau Naumann die 9. Klassen des Geschichtsunterrichts von Frau Ebert und Frau Zörb zu einem besonderen Begegnungstag ein. Ziel war es, über das Erlebte ins Gespräch zu kommen, persönliche Eindrücke zu schildern – und auf eine ganz besondere Weise an die Geschichte zu erinnern.
Im Mittelpunkt stand dabei eine Überlebende: Eva, die das Außenlager Münchmühle des KZs Buchenwald in Stadtallendorf überlebt hatte – nur etwa 45 Kilometer von unserer Schule entfernt. Ihre Lebensgeschichte ist bewegend und erschütternd zugleich. Besonders berührte viele ihr Rezept für eine einfache Apfelsuppe, das sie nach dem Krieg immer wieder zubereitete. Es wurde zu einem Symbol für das Überleben, für Wärme und Menschlichkeit inmitten des Unvorstellbaren.
So wurde im Rahmen der Veranstaltung auch Evas Apfelsuppe gekocht und gemeinsam gegessen – nicht nur als Mahlzeit, sondern als Teil des Erinnerns. In Gesprächen tauschten sich die Schülerinnen und Schüler über das Gesehene, Gehörte und Gefühlte aus. Die Atmosphäre war nachdenklich, aber auch offen und von großem gegenseitigem Respekt geprägt.
Solche Begegnungen mit Geschichte – sei es durch einen Besuch vor Ort oder durch das Erzählen von Überlebensgeschichten – zeigen, wie wichtig das Erinnern ist. Und manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, wie eine Apfelsuppe, die Geschichte greifbar und spürbar machen.

